Hochschule zu Besuch bei der Bundeskanzlerin

Was haben der humanoide Roboter NAO, ein LED-Cube und ein Galileo-Mikrocontroller gemeinsam? Außer dass es sich bei allen dreien um technische Systeme handelt, die im Studium an der Hochschule Pforzheim zum Einsatz kommen, erst einmal nicht viel. Bis sich eine Gruppe Studierende der Mechatronik und des Masters Produktentwicklung zusammensetzten und die sonst eigenständigen Systeme miteinander vernetzte. Was genau dabei herauskam und was sich technisch dahinter verbirgt, konnten sich interessierte Schülerinnen und die Kanzlerin am 26. März live beim Girls‘ Day im Bundeskanzleramt anschauen.

 

 

Elisabeth Ernst, Julia Meinel und Christine Marie von der Ohe, drei Master-Studentinnen der Fakultät für Technik präsentierten bei ihrem Besuch im Bundeskanzleramt ein brandneues interdisziplinäres Studienprojekt. Auf Basis dreier sonst unabhängig voneinander agierenden technischen Systeme – dem humanoiden Roboter NAO, einem 3D-LED-Cube, sowie einem Mikrocontroller-Board der neusten Intel-Generation – stellten die Studierenden zwischen den Systemen ein bidirektionales Netzwerk her. So entstehen durch Ansteuerung des NAOs dreidimensionale Bilder in einem an der Hochschule entwickelten LED-Cube. Die „Übersetzung“ zwischen dem Sprachbefehl des NAOs und der LED-Anzeige gewährleistet ein zwischengeschalteter Mikrocontroller. Die wesentliche Herausforderung dabei: allen drei Systemen arbeiten und unterschiedlichen technischen Domänen welchen jeweils unterschiedliche Programmiersprachen zugrunde liegen.

 

„Für die Entwicklung dieser interaktiven Demo mussten sich die Studierenden innerhalb kürzester Zeit in die verschiedenen Systeme einarbeiten, die Programmiersprachen kennenlernen und darüber hinaus die bidirektionale Kommunikation herstellen“, kommentiert Prof. Dr. Mike Barth, Studiendekan der Mechatronik, die beachtliche Leistung. Die Entwicklung des Netzwerks für die Kommunikation der drei Systeme dauerte zwei Monate. Weitere Features könnten darüber hinaus integriert werden. Das Projekt wurde eigens für den Girls‘ Day aufgesetzt, soll aber auch in Zukunft zur Demonstration technischer Projekte und ingenieurwissenschaftlicher Berufe zum Einsatz kommen.

 

Das Engagement beim Girls´ Day ist Teil einer laufenden Kooperation des Studiengangs Mechatronik mit dem Forschungszentrum Karlsruhe der Intel GmbH. „Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim lief hervorragend und wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte“, so Raluca Oltean, Intel Managerin für Hochschulkontakte in Europa.

Im Bundeskanzleramt in Berlin haben nur wenige Unternehmen die Möglichkeit Ingenieurberufe und technische Lösungen vorzustellen. Die Hochschule Pforzheim ist als einzige Hochschule erstmalig vertreten.

 

 

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