IMPULSE’15 – das Alumni Event der Hochschule Pforzheim

Alumni – was sich anhört wie Aluminium nach dem fünften Bier ist das Schlagwort des Tages. Denn heute ist das Audimax gefüllt mit vielen Alumni. Das sind Menschen, die meist zu jung erscheinen, um meine Professoren zu sein, aber auch wiederum zu gefestigt wirken, um noch mit mir das Studium zu bestreiten. Also ehemalige Studierende, die den Weg zurück an ihre Hochschule gefunden haben.

Wie der Titel der Veranstaltung verrät, geht es an diesem Samstag um Impulse.

Prof. Dr. Ulrich Jautz beschreibt die Veranstaltung in seiner Begrüßungsrede als eine große Chance für Professoren, Alumni und Studenten. Im Mittelpunkt steht der gegenseitige Austausch von neuen Impulsen im Bezug auf die Hochschule, aber auch auf das spätere Berufsleben. Denn ein Studium an der Hochschule Pforzheim soll nicht nur ein kurzer Lebensabschnitt sein, sondern auch noch im weiteren Verlauf des Lebens eine wertvolle Rolle spielen.

Wie solch eine nachhaltige Verbundenheit ausschauen kann, zeigt die Vita von Alumna Jeanette Weisschuh. Mit ihrem Studium an der Hochschule Pforzheim hat sie es bis zum „Director Economic Progress Strategy, Corporate Affaires“ bei Hewlett-Packard geschafft. Nun besetzt sie außerdem noch ein Amt als Hochschulrätin an der Hochschule Pforzheim.

In ihrer Festrede geht es um die aktuellen Trends und Herausforderungen der Berufswelt. Zu den Herausforderungen zählt Jeanette Weisschuh vor allem den gesellschaftlichen Wandel und den Umgang mit den modernen Technologien. Auch die Öffnung der Wirtschaft hin zur gemeinsamen Nutzung von Resourcen und Know-how beinhaltet viele Probleme, aber vor allem auch Chancen.

 

Business as usual is not an option!

Um diese Aufgaben zu bewältigen, fordert Weisschuh unsere Gesellschaft auf, flexibler und offener zu werden. Wir müssen uns auf eine schnelllebige Arbeitswelt einlassen, in der Praktika und Entrepreneurships zur Normalität gehören. All diese Eigenschaften verkörpert die sogenannte Start-up-Kultur, in welche sie große Hoffnungen setzt.

Das treffende Fazit von Jeanette Weisschuh lautet : „ Business as usual is not an option!“. Dieses Statement dient zudem als perfekte Überleitung zur nachfolgenden Paneldiskussion.

 

„Studium heute für Jobs von morgen – darauf kommt es an“

Die Teilnehmer der Paneldiskussion sind:

  • Dr. Thomas Cleff
  • Prof Dr. Bernhard Kölmel
  • Michael Baumgärtner (Alumnus der Hochschule)
  • Kim Ta ( Studentin)

Im Wesentlichen ging es auch hier um die Anforderung der Arbeitswelt an die Studierenden.
Bei allen Teilnehmern wurde die Wichtigkeit der Auslandserfahrung und der Internationalisierung deutlich. Außerdem ist man sich einig, dass die Hochschule Pforzheim in diesem Feld schon früh Vorreiter war und auch heute hervorragende Chancen bietet. Diese werden auch überdurchschnittlich oft von den Studierenden genutzt. So konnte Kim Ta über ihre durchweg positiven Erfahrungen während des Auslandssemesters in Mexiko berichten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das gesetzte Ziel der HS Pforzheim, nicht nur Bildung, sondern viel eher Kompetenzen zu vermitteln. Auch hier sei man auf einem guten Weg und biete ein breit gefächertes Studium.

Genau diese Art von Ausbildung fordert auch Michael Baumgärtner. Laut ihm werden immer öfter Allrounder gesucht, welche gleichzeitig Führungskompetenzen aufweisen. Wer sich nur strikt in eine Richtung bildet und alle anderen Kompetenzen außer Acht lässt, verliert an Attraktivität für den Arbeitgeber.

Nach der interessanten Diskussion teilte sich das Publikum für das Programm der Studiengänge auf.

 

Der Schoko-Schock

Passend zu meinem Werbungsstudium hörte ich mir deshalb den Vortrag von Prof. Richard Linxweiler an. Der Titel lautete „Der Schoko-Schock“. Was sich anhört wie der Besuch auf einer Waage, verbarg tatsächlich ein sehr interessantes Thema aus der Welt des Marketings.

Anhand des Beispiels der Schweizer Pralinenmarke „Cailler“ zeigte Prof. Linxweiler die groben Fehltritte bei der Umpositionierung einer Marke. Außerdem wurde deutlich gemacht, wieso es eine schlechte Idee sein kann, wenn man Architekten zu Produktdesignern macht.

Besonders folgende Frage erheiterte das Publikum: Ob man denn nun eher den „Lutscher“ oder den „Beißer“ bedienen wolle, wurde so zur essentiellen Entscheidung jedes Schokoladenherstellers deklariert.
Einen Selbstversuch konnte man dank der großzügig mit Cailler-Pralinen bestückten Schokoladenteller schon während des Vortrags starten.
Eine anschließende Diskussionsrunde schloss diesen sehr lebhaften und lehrreichen Vortrag im bekannten Stile des Prof. Linxweiler ab.

Abschließend kann ich sagen, dass IMPULSE’15 sehr inspirierend für mich war. Da ich noch mitten im Studium stecke, verliert man im wöchentlichen Takt des Vorlesungsplans oft den etwas strategischeren Blick in die Zukunft.

Das war aber noch nicht das Ende dieses Tages. Weiter ging es mit der langen Nacht der Wissenschaft.

– Gerrit Zell

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