Auslandssemester in Barcelona!

Man stellt sich oft die Frage, wie das Auslandssemester speziell in bestimmten Ländern ist. Ich habe ich ein kleines Interview mit Dennis Gleiss gemacht, der momentan sein Auslandssemester in Barcelona macht! Also könnt ihr heute mal einen Eindruck von einem Semester in Barcelona bekommen. 🙂


Wo machst du dein Auslandssemester?
Spanien, Barcelona


Von wann bis wann?
Ein Semester von Ende August 2015 bis Ende Februar 2016.


Warum hast du dich genau für diese Stadt/Land entschieden und was ist das besondere an dieser Stadt?
Ich wollte wohin, wo man Spanisch spricht, da ich Spanisch in der Schule hatte und das wollte ich verbessern, da man Englisch fast überall spricht. Ursprünglich wollte ich nach Buenos Aires. Aber das war mir dann doch etwas zu weit weg, falls irgendwas zuhause ist. Mittlerweile bin ich auch schon 3 mal wegen Hobbys usw. nach hause geflogen.
Dann ging ich noch nach dem Uni-Angebot und das hat für mich in Barcelona ganz gut ausgesehen.
Und der Grund warum ich mich für Barcelona und nicht für irgendetwas anderes in Spanien entschieden habe ist, dass das besondere an Barcelona ist, dass es das spanische mediterane Feeling hat, aber trotzdem kein verschlafendes Mittelmeer-Dörfchen ist, sondern eine richtige Stadt, die für mich in Zukunft auch als Wohnort in Frage kommt. 😉


Warum sollte man deiner Meinung nach ein Auslandssemester machen?
Man kann sehr viele Erfahrungen mit anderen Leuten und Kulturen machen. Fürher in der Schule habe ich bei einem einwöchigen Austauschprogramm mitgemacht, das hieß Comenius und schon damals fand ich das schon wahnsinnig interessant. Es ist einfach schön den Blick auf die Welt zu haben, weil man auch fast mehr Austausch mit den anderen Erasmus-Studenten hat, als mit den Spaniern selbst. In den ersten paar Monaten habe ich auch weit mehr Englisch gesprochen als Spanisch. 😀
Vor allem interessant ist es für die Leute, die ihr Leben lang zuhause bei den Eltern gewohnt haben, da es eine großartige Erfahrung ist mal woanders zu sein, da alles andere die Welt etwas kleiner macht. Früher war die nächst größere Stadt nebenan, z.B. wie Stuttgart, schon etwas besonderes. Und jetzt fliege ich am Wochenende mal kurz von Barcelona nach Hause. Es ist ne coole Sache, auch weil es einem die Angst vor der Welt nimmt und einfach vor allem. Sobald man das mal macht, läuft es einfach. Es ist im Endeffekt nichts anderes, als sich in Pforzheim eine Wohnung zu suchen. 😀


Was war bisher dein Highlight?
Kann ich so gar nicht sagen. Eigentlich die ganzen vergangenen 4 Monate an sich. 😀


Was war bisher eher nicht so gut, oder welche Schwierigkeiten hattest du bisher?
Also ich hatte keine direkten Schwierigkeiten. Am Anfang wollte ich im Hostel wohnen und mir von da aus eine Wohnung suchen. Aber durch einen mega großen Zufall habe ich dann doch schon ein WG-Zimmer gefunden. 😀 Aber viele Leute, die damals noch nichts gefunden hatten, sind dann in irgendwelche komische Wohnungen gekommen und mussten dann zweimal umziehen bis sie etwas anständiges gefunden haben. Das Pech hatte ich zum Glück nicht. Aber die Wohnungssuche war bei manchen etwas schwierig.


Was würdest du denjenigen raten, die ihr Auslandssemester noch vor sich haben?
Das ergibt sich aus der letzten Frage, man sollte sich vorher vielleicht schon nach einer Wohnung umschauen. Es ist einfach von Vorteil, wenn man dort dann schon Kontakte hat.
Ansonsten auf jeden Fall ein Auslandssemester machen und versuchen mit lokalen Leuten in Kontakt zu kommen und nicht nur mit den Erasmus-Studenten abzuhängen. Das hat bei mir auch ziemlich lange gedauert, erst nach 3-4 Monaten hatte ich Kontakt zu den „Einheimischen“. 😀 Das hätte aber auch schon gerne vorher passieren können. Das liegt aber vielleicht auch an der UNI, da es hier nicht soviel Angebot an Tandem-Programmen gibt.


Was sind die größten Unterschiede zu Pforzheim (oder Deutschland allgemein)?
Es ist halt viel geiler. 😀 Es ist wärmer und die UNI ist viel schulischer. Das ist ganz angenehm und gefällt mir persönlich viel besser. Man kann viel mehr mitarbeiten und man hat schon während dem Semester kleine Tests und Projekte, was auf der einen Seite mehr Arbeit unter dem Semester bedeutet aber auf der anderen Seite auch Arbeit vom Ende des Semesters wegnimmt. Man ist aktiv dabei und gammelt nicht nur rum, weil man auch Anwesenheitspflicht hat. 😀 Aber das ist kein großes Problem, weil ich eh nicht viele Vorlesungen habe und es hier so viele Feiertage gibt. Und falls man doch mal fehlt, ist das dann auch nicht so schlimm.
Ein anderer großes Unterschied ist, dass es nicht so viele Angebote von der Hochschule gibt. Es gibt keine Initiativen wie die Werbeliebe, es gibt keine wirklichen Partys (bis auf eine, die war aber von einem anderen Studiengang und ziemlich komisch :D). Es gibt kein aktiv gestaltetes Studentenleben, man muss sich eigentlich die ganze Freizeit selbst organisieren. Was nicht wirklich schlimm ist, aber wäre eben ein Verbesserungspunkt, dass man die Leute besser integrieren könnte.

Aber es ist sehr geil hier und es ist einfach ein anderes Feeling, wenn man aus der UNI rauskommt und Palmen vor der Tür hat. Es ist alles lockerer und entspannter obwohl man das gleiche lernt, wenn nicht sogar noch mehr. 😉

Hier noch ein paar Bilder 🙂 :

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– Natascha Haberkorn

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