Macht ein Lernplan Sinn?

Im Endeffekt ist das eine Frage, die einem keiner beantworten kann, weil jeder ein anderer Lerntyp ist und andere Lerngewohnheiten hat. Zu verallgemeinern und eine Ja-/Nein-Antwort zu finden wird schwierig, aber ich wollte herausfinden, was der Großteil darüber denkt. 🙂


Ich habe mich mal bei meinen Kommilitonen umgehört und gefragt, wer überhaupt nach einem Lernplan für die Klausuren paukt. Was mich überrascht hat war, dass das die meisten tatsächlich machen. Erwartet hatte ich, dass vielleicht 50% einen Plan haben, aber der andere Teil frei nach Schnauze lernt und hofft, dass die Zeit am Ende ausreicht. Als ich dann aber gefragt hatte, wie ein solcher Lernplan aussieht, kamen ziemlich große Unterschiede auf. Da wurde mir dann klar, dass jeder etwas Anderes unter einem Lernplan versteht. 😉

Manche stellen nur einen groben Plan auf und teilen die Tage, die sie zum Lernen zur Verfügung haben, den einzelnen Fächern zu und stecken sich grobe Ziele z.B. bis zu welchem Tag sie ein Fach komplett gelernt haben wollen. Andere wiederum planen das Ganze relativ detailliert und setzen sich konkrete Ziele, z.B. wie viel Seiten von einem Skript sie an welchem Tag lernen wollen. 🙂

Die nächste Frage die dadurch aufkommt wäre dann, wer hält sich auch an den Lernplan? Für manche steht so ein Plan nur für das gute Gewissen und andere bekommen Panik, wenn sie nicht jedes Ziel, das sie sich gesteckt haben, erreichen. Auf der anderen Seite wollen einige ihre Ziele erreichen, können es aber nicht.
Die Antworten auf diese Frage waren ziemlich gemischt, wobei sich aber die Mehrheit eingestanden hat, dass sie sich selten ganz genau an ihren Plan halten. 😉

Was ist der Grund dafür? Ist das nur eine Frage der Disziplin?
Wenn ihr mich fragt, denke ich nicht, dass man seine Ziele nur erreicht, solange man diszipliniert ist. Speziell bei einem Lernplan kommt es darauf an, wie realistisch die eigenen Ziele sind. 🙂
Die Kommilitonen, die mir gesagt hatten, dass sie einen Lernplan hatten, sich aber überhaupt nicht daran gehalten haben, beurteilten ihren Lernplan meistens auch als zu „unrealistisch“. Meistens kalkuliert man sich zu wenig Zeit zum lernen ein oder unterschätzt die Schwierigkeit von einem Fach.

Ob ein Lernplan Sinn macht oder nicht, hängt also davon ab, wie man ihn gestaltet. Man muss sich selbst einschätzen können, wissen in welchem Fach man eventuell Schwierigkeiten hat, wie viel Aufwand man für welche Fächer hat und wie viel Zeit man dafür braucht. (von Semester zu Semester kann man das immer besser 😉 ) Wenn man sich also in dieser Hinsicht gut kennt und einschätzen kann, kann ein Lernplan wirklich  Sinn machen. 🙂

Ein kleiner Tipp von mir an euch wäre aber, gestaltet euren Lernplan nicht zu detailliert, lasst euch etwas Freiraum, dann klappt das. 😉

 

-Natascha Haberkorn

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