Lernen will gelernt sein!

Nicht nur die Weihnachtsferien, sondern auch die Klausurenphase rückt auch in diesem Semester immer näher. Schneller, als so manchem wahrscheinlich lieb ist. Besonders für unsere Newies ist diese erste Phase mit großem innerlichen Stress und teilweise auch Sorge verbunden. Die Frage, wie man das ganze Pensum meistern soll, ohne komplett für die Hochschule zu leben, geistert vielen durch den Kopf.

Um aber effektiv und vor allem zeitsparend lernen zu können, ist es wichtig den eigenen Lerntyp zu kennen. Doch welche Lerntypen gibt es überhaupt?

  1. Der auditive Lerntyp
    Wenn du durch Hören am besten lernst und dir den Stoff durch Vorlesen besonders gut einprägen kannst, gehörst du zu den auditiven Lerntypen. Auswendiglernen ist für dich kein Problem und meistens auch Vortragen vor anderen Personen nicht. Umgebungsgeräusche und Musik sollten beim Lernen ausgeschaltet werden, da sonst die Ablenkungsgefahr zu hoch ist. Lerntipp: Nutze Audio-Dateien oder spreche dir deine Texte auf dein Handy und spiel es dir immer wieder vor.
  2. Der motorische Lerntyp
    Gehörst du zu dieser Gruppe von Lernern, die durch praktisches Ausprobieren und Nachvollziehen sich die Dinge besonders gut einprägen können, dann bist der der „Learning by doing“-Typ. Experimente und Rollenspiele unterstützen diesen Lerntyp am nachhaltigsten, wenn es darum geht, sich Wissen anzueignen und es später wiedergeben zu können. Lerntipp: Bewege dich beim Lernen und wiederhole parallel den Stoff.
  3. Der kommunikative Lerntyp
    Du bist über den aktuellen Lernstoff immer im Austausch mit Kommilitonen? Scheust vor keiner fachlichen Diskussion zurück? Erklärst den anderen gerne nochmal die Inhalte der letzten Vorlesung? Dann bist du eindeutig der kommunikative Lerntyp! Dieser lernt am besten durch Sprechen, sei es in der Rolle des Erklärenden oder des Fragenden. Lerntipp: Besonders geeignet sind für dich Lerngruppen, da du hier einerseits den Stoff anderen näher bringen kannst und andererseits selbst dabei lernst und Fragen stellen kannst.
  4. Der visuelle Lerntyp
    Lesen, Sehen, Verstehen. So in etwa läuft Lernen bei dem visuellen Lerntyp ab. Dieser speichert Informationen durch das Lesen von Erklärungen, im Optimalfall verbunden mit einer Skizze oder Grafik. Mindmaps, Tafelbilder und reine Texte helfen diesem Typ am besten. Auch Dokumentationen und Videos können einprägend wirken. Bei einer Vorlesung bzw. einem Vortrag sollte sich dieser Lerntyp Notizen machen und den Inhalt im Kopf mit Bildern verbinden können. Lerntipp: Unordnung am Schreibtisch sollte der Vergangenheit angehören, da dies den visuellen Lerntyp zu sehr ablenkt.

Selten gibt es einen „reinen Lerntyp“, der also nur einen Sinn benutzt, um sich Informationen aufzubereiten und einzuprägen. Die meisten kombinieren mehrere Arten des Lernens. Dies führt auch zu einem besseren Ergebnis, denn es ist erwiesen, dass je mehr Sinne benutzt werden, sich umso stärker die Inhalte einprägen.

So führt die Kombination aus Sehen und Hören zu einem 50%-Lernerfolg, dagegen wirken Sehen, Hören und Diskutieren noch einmal 20% mehr und der Erfolg aus Sehen, Hören, Diskutieren und praktisch Anwenden liegt bei bis zu 90%. Ein weiterer wichtiger Faktor neben dem eigenen Lerntyp ist die Motivation, denn ohne diese kann man noch so viel Lernen, es wird immer weniger hängen bleiben, als wenn man hochmotiviert und voller Interesse und Wissensdurst an die Sache rangeht.

Ihr habt noch weitere Tipps und Ideen für effektiveres Lernen? Wir freuen uns über viele Kommentare!

Ein Gedanke zu “Lernen will gelernt sein!

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