Zeigt her eure Kugelschreiber! #x-day16

Am Dienstag, den 6. November war es mal wieder soweit und 74 Unternehmen stürmten die Flure der Hochschule am X-Day, der Firmenkontaktmesse der HS Pforzheim.

 

Wenn auch der X-Day häufig in den ersten Semestern dazu dient, den Bestand an Kugelschreibern und Post-its aufzufüllen, so bietet die Firmenkontaktmesse in den höheren Semestern eine gute Gelegenheit erste persönliche Kontakte mit den Firmen zu schließen und sich einen kleinen Vorteil bei der Bewerbung auf einen Praktikumsplatz oder einer Festanstellung zu sichern. 

Der 27. X-Day fand, wie gewohnt in dem Foyer von W1, der Cafeteria und dem EG der Technik statt und wurde wie jeher von der studentischen Initiative Campus X organisiert. Es waren wieder zahlreiche Firmen aus unterschiedlichen Branchen, vom Internationalen Marktführer bis zum regionalen Familienunternehmen, vertreten. So nutzen sehr präsente Firmen, wie Amazon oder EY, als auch Firmen, die man eher wenige auf dem Schirm hatte, den X-Day um ihre Unternehmen und die jeweiligen Einstiegsmöglichkeiten zu präsentieren. Gerade für Mittelständler bot sich der X-Day an, da diese Firmen häufig sehr Innovativ und erfolgreich sind, jedoch von vielen im Bewerbungsprozess nicht wahrgenommen werden.

Fachvorträge am X-Day WS 16/17

Zum ersten Mal in der Geschichte des X-Days fanden auch Fachvorträge statt. Von EY, bis zur Thjnk AG sollte für jeden etwas dabei gewesen sein.

Wie jedes Jahr, fällt wiederum auf, wie stark die Studierenden des Studiengangs Steuern und Wirtschaftsprüfung umworben werden. Mehr als jedes 7. Unternehmen, welches auf dem X-Day vertreten war, hielt nach ihnen ausschau.

 

 


Schon vor dem X-Day erschien eine Broschüre mit dem Firmenprofil der vertretenen Unternehmen. Unter der Rubrik „Anforderungsprofil“ ließ sich erkennen, worauf die Unternehmen bei der Auswahl ihrer Bewerber besonders wert legen.

Wie wichtig ist den nun die Abschlussnote, die Studiendauer oder das Auslandssemester?

Ich habe für euch bei ein paar Firmen nachgehakt und schnell stellte sich heraus, dass auf diese Fragen kaum eine eindeutige Antwort zu geben ist. Die Antworten vieler Personaler waren oft sehr ähnlich, manchmal grundverschieden.

Wie sehr wird auf Noten im Auswahlprozess geachtet?

Am Stand eines Unternehmens auf dem Bereich der Wirtschaftsprüfung habe ich auf diese Frage eine schlüssige Antwort bekommen. Auch bei anderen Gesprächen mit Unternehmen aus anderen Branchen wurden ähnliche Auffassungen deutlich:

Klar zählt die Note. Im Bewerbungsschreiben höre ich dann, wie toll die Firma ist, wie toll Sie sind und wenn es gut läuft, sagen Sie uns noch, warum sie so toll sind und machen keine Rechtschreibfehler. Meist gibt es keine Grenze, ab der Bewerber generell ausgesiebt werden. Jedoch bieten Noten die Möglichkeit Bewerber zu differenzieren und Rückschlüsse auf Qualifikation zulassen. Wenn der Bewerber dann zum Bewerbungsgespräch eingeladen ist, ist die Note nebensächlich. Generell gilt: Je mehr es einem im Lebenslauf und im Anschreiben gelingt, sich abzuheben, desto weniger fällt eine vermeintlich schlechte Note ins Gewicht.

Was wünschen Sie sich von den Bewerbern?

Hier die Antwort eines HR-Verantwortlichen eines Einzelhandelsunternehmen:

Ich würde mich freuen, wenn die Bewerber mehr Eigeninitiative zeigen würden.Häufig fehlt mir bei Bewerbern der Drive und Neugierde. Ich würde mir wünschen, dass die Studierenden einen Einblick bekommen, was wir täglich machen. Die späteren Berufe haben meist wenig mit den Inhalten des Studiums zu tun, oder es sind Jobs, die sich erst noch entwickeln oder stark verändern, deshalb ist es umso wichtiger Interesse und Neugier, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit mitzubringen.

Wann sollte ich mich bewerben?

Häufigste Antwort: So früh wie möglich, ca. 6 Monate vor Beginn des Praktikums.

Lassen sich Praktika auch unter 6 Monaten absolvieren?

Für viele Firmen ist ein Praktikant mit viel Einarbeitungsaufwand verbunden, weshalb meist nur Praktika ab 6 Monaten, manchmal auch schon ab 3 Monaten angeboten werden. Jedoch sollte man bei Interesse trotzdem beim jeweiligen Unternehmen nachfragen. Bei Aldi beispielsweise „Kompaktpraktika“ ab einer Woche möglich.

Wie wichtig sind Auslandssemester/Auslandserfahrung?

Bei dieser Frage variierten die Antworten sehr stark. Viele Firmen freuen sich über Auslandserfahrung, da dies häufig auf kulturelle Offenheit und auf Selbständigkeit rückschließen lässt. Für viele Firmen war ein Auslandssemester eher unwichtig.

Diese Spaltung galt nicht den Englischkenntnissen, diese waren für alle befragten Unternehmen sehr wichtig.

Wie wichtig sind Berufserfahrung und bisherige Praktika?

Auch hier gab es keinen allgemeinen Konsens. Während für viele Unternehmen Berufserfahrung ein wichtiges Kriterium ist, sogar bei der Bewerbung auf ein Pflichtpraktikum, so wird von vielen Unternehmen toleriert, dass man als Student, vor allem vor dem Pflichtpraktikum kaum Möglichkeiten hat, Praxiserfahrung zu sammeln.

Initiativ bewerben oder auf die Stellenausschreibung warten?

Auch hier variierten die Antworten wieder beträchtlich. Hier reichten die Antworten von „Wir schreiben eigentlich kaum Stellen aus, wir brauchen immer Praktikanten und die Bewerbungen kommen auch so“, bis zu genau festgelegten Bewerbungsfristen und einem genau festgelegten Zeitraum fürs Praktikum.

 

Fazit:

Das Anforderungsprofil variiert häufig, auch innerhalb von Branchen. Generell ist jedoch festzustellen, dass es kaum „Ausschlusskriterien“ gibt, sonder meist werden alle Qualifikationen „in einen Topf geworfen“ und dann wird bewertet. Außerdem sollte man sich genau informieren, was von den Wunschunternehmen verlangt wird und nicht von einem Unternehmen auf das andere schließen.

Ihr habt den X-Day verpasst? Stellenangebote findet ihr entweder old-school am schwarzen Brett, oder hier.

Ihr habt ganz andere Erfahrungen gemacht? Berichtet es uns und schreibt ein Kommentar!

 

 

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