How to: mitschreiben in den Vorlesungen

Häufig werde ich in meiner Rolle als SIK-Tutor von den Newies gefragt, wie man denn am besten in den Vorlesungen mitschreiben sollte.
Diese Frage kann man natürlich nicht pauschal beantworten, da es sehr von dem jeweiligen Professor, dem Fach und dem Studenten selbst abhängt.Während der letzten inzwischen fast 7 Semestern habe ich so ziemlich alles ausprobiert und möchte für euch die verschiedenen Möglichkeiten zusammenfassen, die ich bisher ausprobiert habe und wie ich zu der für mich besten Methode gelangt bin.
Ich möchte noch dazu sagen, dass alle Erfahrungen meine persönlichen Erfahrungen sind und jeder die für sich beste Methode selbst herausfinden muss. Dieser Blogbeitrag soll euch Möglichkeiten aufzeigen und vielleicht dabei helfen die für euch richtige Methode zu finden.

Methode 1: Stift und Papier
In meinem ersten Semester kam ich an die Hochschule und hatte einen relativ alten Laptop der auch ziemlich schwer war. Also habe ich diesen nur mit zur Vorlesung genommen, wenn es auch wirklich notwendig war und auf die wohl simpelste Methode des Mitschreibens zurückgegriffen: Skript, Stift und Papier.
Ich habe fast das ganze erste Semester alle Skripte ausgedruckt und zusätzlich auf Blättern mitgeschrieben, wenn es nicht mehr auf die Folie gepasst hat.

Vorteile:

  • Man braucht keine teure Technik
  • Man ist während der Vorlesung nicht dazu verleitet auf dem Laptop oder Tablet auf den Social Media Seiten abzuschweifen (Das Smartphone lassen wir hier einfach mal außer Acht :P).
  • Man kann Formeln schnell aufschreiben und Zeichnungen anfertigen.

Nachteile:

  • Das Drucken der Skripte an der HS ist sehr teuer
  • Häufig laden die Profs die Skripte erst am Tag vor der Vorlesung hoch und man sitzt morgens um 8 dann doch ohne in der Vorlesung
  • Die Skripte werden schnell sehr unübersichtlich, weil man die Aufschriebe auf extra Blättern nur mit viel Blättern wiederfindet. Meistens stehen auf einem Extrablatt aufschriebe zu mehreren Folien.
  • Man muss die Skripte immer dabeihaben und am Ende des Semesters nimmt das (vor allem in den ersten beiden Semestern) sehr viel Platz im Rucksack ein.
  • Wenn man Kommilitonen seine Aufschriebe geben möchte, muss dieser sie abschreiben oder teuer kopieren.
  • Man verschwendet generell sehr sehr viel Papier, denn früher oder später landet es sowieso im Müll.

Methode 2: Ein Tablet
Diese Methode habe ich nicht benutzt, da ich direkt zu Methode 3 gesprungen bin, möchte sie aber dennoch kurz erwähnen, da ich oft in den Vorlesungen gesehen habe, dass Kommilitonen ein IPad (mini) oder ein Android Tablet dabeihaben.
Hier verwendet man ein normales Tablet, ohne Tastatur und Stiftunterstützung.

Vorteile:

  • Man hat alle Skripte immer dabei
  • Man kann sich morgens in der Vorlesung noch das neuste Skript herunterladen
  • Man kann die Skripte einfach per Mail an Kommilitonen weitergeben
  • Man hat einen Touchscreen und kann Textfelder schnell mit dem Finger verschieben
  • Man kann CandyCrush spielen, wenn es super langweilig wird
  • Man kann alle Daten in der Cloud sichern und von überall darauf zugreifen
  • Man hat Platz im Rucksack für die wirklich wichtigen Dinge, Essen zum Beispiel J

Nachteile:

  • Man kann quasi überhaupt nicht mitschreiben
  • Man muss auf der Touchscreen Tastatur umständlich tippen
  • Notizen macht man trotzdem auf dem zusätzlich ausgedruckten Skript
  • Ist lediglich eine Ergänzung zu Methode 1
  • Man ist auf einen aufgeladenen Akku angewiesen

Methode 3: Ein normales Tablet mit Tastatur
Ende meines ersten Semesters habe ich von meiner Schwester ihr Surface der ersten Generation bekommen. Das Surface war damals einfach ein normales Tablet, auf dem ein abgespecktes Windows lief und an dem man eine Tastatur anschließen konnte. Dasselbe gilt auch für ein normales IPad oder jedes andere Tablet, das keine Stiftfunktion besitzt und mit einer Tastatur benutzt wird.

Vorteile:

  • Man hat alle Skripte immer dabei
  • Man kann sich morgens in der Vorlesung noch das neuste Skript herunterladen
  • Man kann die Skripte einfach per Mail an Kommilitonen weitergeben
  • Man kann auf einer Tastatur schneller und angenehmer schreiben als von Hand
  • Man hat einen Touchscreen und kann Textfelder schnell mit dem Finger verschieben
  • Man kann CandyCrush spielen, wenn es super langweilig wird
  • Man kann alle Daten in der Cloud sichern und von überall darauf zugreifen

Nachteile:

  • Das mitschreiben in Mathematischen Vorlesungen ist fast nicht möglich, da man viel zu lange braucht um Formeln zu schreiben
  • Das zeichnen von Grafiken ist fast unmöglich
  • Man kann nur Textfelder einfügen und auf dem Skript einblenden oder Kommentarfelder die man jedes Mal anklicken muss.
  • Es ersetzt das Mitschreiben auf Papier nicht und ein Mix aus Digital und Papier ist sehr unübersichtlich bei der Klausurvorbereitung
  • Kein richtiges MS-Office und kein Laptop Ersatz
  • Man kann CandyCrush spielen und verpasst ziemlich viel
  • Man ist auf einen aufgeladenen Akku angewiesen

Methode 4: Ein Macbook/Laptop
Anfang des zweiten Semesters habe ich einen neuen Laptop gebraucht und mich für ein Macbook entschieden. Aber fürs mitschreiben spielt es keine Rolle ob ihr ein Macbook oder einen Windows PC habt.
Das mitschreiben auf einem Laptop ähnelt sehr dem mitschreiben auf dem Tablet mit Tastatur.

Vorteile:

  • Man hat alle Skripte immer dabei
  • Man kann sich morgens in der Vorlesung noch das neuste Skript herunterladen
  • Man kann die Skripte einfach per Mail an Kommilitonen weitergeben
  • Man kann auf einer Tastatur schneller und angenehmer schreiben als von Hand
  • Man kann auf Facebook surfen, wenn es super langweilig wird
  • Man kann alle Daten in der Cloud sichern und von überall darauf zugreifen
  • Man hat alle Programme die man hat dabei (MS-Office, Photoshop, …)

Nachteile:

  • Das mitschreiben in Mathematischen Vorlesungen ist fast nicht möglich, da man viel zu lange braucht um Formeln zu schreiben
  • Das zeichnen von Grafiken ist fast unmöglich
  • Man kann nur Textfelder einfügen und auf dem Skript einblenden oder Kommentarfelder die man jedes Mal anklicken muss.
  • Es ersetzt das Mitschreiben auf Papier nicht und ein Mix aus Digital und Papier ist sehr unübersichtlich bei der Klausurvorbereitung
  • Man kann auf Facebook surfen und verpasst ziemlich viel
  • Man ist auf einen aufgeladenen Akku angewiesen

Methode 5: Tablet oder Laptop mit Stifteingabe
Nachdem mich die Methode mit dem Laptop auch nicht überzeugt hatte, bin ich nochmals zu Methode 1 in Kombination mit Methode 4 zurückgekehrt und war weiterhin unzufrieden. In den ersten 3 Semestern gab es leider noch keine Tablets die gut waren und eine Stifteingabe hatten. Das Surface war dann das erste aber hat mich nicht wirklich überzeugt. So habe ich dann Ende des 4. Semesters ein Ipad pro gekauft. Und so die perfekte Methode für mich gefunden in Vorlesungen mitzuschreiben

Vorteile:

  • Man kann von Hand schreiben oder mit Tastatur
  • Man hat alle Skripte immer dabei
  • Man kann sich morgens in der Vorlesung noch das neuste Skript herunterladen
  • Man kann die Skripte einfach per Mail an Kommilitonen weitergeben
  • Man kann alle Daten in der Cloud sichern und von überall darauf zugreifen
  • Man kann auf Facebook surfen, wenn es super langweilig wird
  • Man hat einen Touchscreen und kann Textfelder schnell mit dem Finger verschieben
  • Man kann in das Skript neue Seiten einfügen und dort zusätzliche Notizen machen, wenn nicht alles auf das Skript gepasst hat
  • Man verschwendet nicht so viel Papier und spart sich die Druckerkosten

Nachteile:

  • Relativ teuer in der Anschaffung
  • Man kann in der Vorlesung dazu neigen CandyCrush zu spielen oder auf Facebook zu surfen
  • Man ist auf einen aufgeladenen Akku angewiesen

Ein Tablet mit Stifteingabe verhält sich quasi wie ein Block, der niemals leer wird und die Vorzüge eines kleinen Computers mit sich bringt.
Welches Programm ich hierfür verwende und wie ich meine Skripte organisiere stelle ich euch in einem weiteren Blogartikel vor.

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