Tipps für eine gelungene Präsentation

Jeder von uns muss während seines Studiums Präsentationen halten. Manche tun dies, als ob sie nie etwas anderes getan haben, andere wiederum haben mehr Bammel vor einer Präsentation als vor dem jüngsten Gericht. Dieser Artikel richtet sich an diejenigen, die keine geborenen Präsentatoren sind.
Mit den nachfolgenden Tipps solltet ihr entspannter in eure nächste Präsentation gehen können.

1) Kleidung: Zieht euch etwas an, in dem ihr euch wohlfühlt. Nichts lenkt euch mehr ab, als der Gedanke daran, ob sich die Zuhörer gerade über euer Outfit unterhalten. Eure Kleidung sollte aber nicht nur einen Wohlfühlfaktor haben, sie sollte auch angemessen sein. Wenn also euer Lieblingskleidungsstück eine Jogginghose ist, solltet ihr euch vor der Präsentation ein zweites, angemesseneres Kleidungsstück suchen.

2) Ungewöhnlicher Beginn: Spart euch langweilige Begrüßungsfloskeln und ewige Inhaltsübersichten, steigt viel lieber mitten im Thema ein. Orientiert euch an einem spannenden Buch – versucht euer Publikum von der ersten Silbe an zu fesseln.

3) Freies Sprechen: Auch wenn euch das schon seit eurer ersten Präsentation in der Schule gesagt wird, gibt es auch an der Hochschule noch einige, die ihre Präsentation nicht frei vortragen können. Dabei macht es einen himmelweiten Unterschied, ob ihr Blickkontakt zu eurem Publikum haltet oder nur stur auf eure Notizen blickt.

4) Unterbrechungen: Es kann immer vorkommen, dass ihr durch irgendetwas unterbrochen oder gestört werdet. Sei es ein verirrter Student, der in den Vorlesungsraum stürmt oder die unaufmerksamen „Zuhörer“, die in der ersten Reihe nicht aufhören zu quatschen. Überlegt euch bereits vor eurer Präsentation, wie ihr mit einer solchen Situation umgehen wollt.

5) Habt eine Kernbotschaft: Macht euch selbst klar, was eure Kernaussage ist, was ihr also unbedingt vermitteln wollt. Eure Präsentation war dann erfolgreich, wenn euer Publikum genau diese Aussage wiedergibt, wenn man sie nach dem Thema der Präsentation fragen sollte.

6) Seid sichtbar: Sucht euch einen Platz in der Mitte des Raumes, wo ihr für alle gut sichtbar seid. Es schadet auch nicht, wenn ihr schwarze Folien in eure Präsentation einbaut, so verlagert sich die Aufmerksamkeit des Publikums weg vom Beamer und hin zu euch. Dies ist insbesondere hilfreich, wenn ihr etwas ausführlicher erklären wollt und dazu keine visuelle Unterstützung benötigt.

7) Seid wichtig für die Präsentation: Überladet eure Folien nicht mit der kompletten Information, die ihr vermitteln wollt. Würdet ihr dies tun, könntet ihr auch einfach eure Folien austeilen und das Publikum durcharbeiten lassen. Auch bei einer Präsentation gilt: In der Kürze liegt die Würze. Zeigt auf den Folien nur das Nötigste.

8) Erzeugt Spannung: Schon mit eurer Einleitung solltet ihr die Zuhörer neugierig auf das Kommende gemacht haben. Diesen Spannungsbogen gilt es während der gesamten Präsentation aufrecht zu erhalten. Dies erreicht ihr, indem ihr Ergebnisse, die ihr präsentiert vorher anpreist und sie erst dann verratet.

9) Verwendung von Bildern: Bilder wirken sehr viel schneller auf den Betrachter als Text. Verwendet daher so oft Bildmaterial, wie es sinnvoll ist. Überfrachtet dabei eure einzelnen Folien nicht mit Grafiken und Fotos, sondern setzt einzelne Materialien großformatig ein.

10) Emotionaler Schlussappell: Ihr nehmt eure Zuhörer besser mit, wenn ihr ihre Emotionen anregt. Wenn ihr einen sehr fachlich orientierten Vortrag gehalten und euch auf der Ebene abstrakter Zahlen und Argumente bewegt habt, ist es daher besonders wichtig, zum Schluss noch einmal die Gefühlsebene zu bedienen. Achtet dabei aber darauf, dass ihr nicht einfach nur auf die Tränendrüse drückt, sondern sich euer Appell auf euer Thema bezieht. Empfehlenswert ist ein persönliches Beispiel oder eine Geschichte, die die Hauptaussagen eures Vortrags zusammenfasst.

11) Übung macht den Meister: Dieser Ratschlag ist wohl so abgegriffen wie der, dass ihr eure Präsentation frei vortragen sollt. Er ist aber trotzdem nicht minder wichtig. Ihr könnt eure Präsentation nicht vernünftig rüberbringen, wenn ihr sie nicht vorher schon mehrmals durchgegangen seid. Also schnappt euch eure Freunde und Familie und haltet ihnen einen Vortrag. So bekommt ihr ein viel besseres Gefühl dafür, wie eure Präsentation auf andere wirkt und könnt so notwendige Verbesserungen vornehmen.

Diese Tipps helfen euch hoffentlich, entspannter in eure nächste Präsentation zu gehen. Habt keine Scheu davor, ein Thema zu präsentieren, denn nur durch mehrmaliges Üben könnt ihr die notwendige Sicherheit erlangen.

 

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