Formulierungen in Hausarbeiten – Und was sie wirklich bedeuten

Was in Hausarbeiten geschrieben wird und was es wirklich bedeutet

Das wird geschrieben: „Die Quellenlage zum Untersuchungsgegenstand ist spärlich.“

Das bedeutet es: Die Bücher, die ich zum Thema gefunden habe, sind gerade ausgeliehen.

 

Das wird geschrieben: „bekanntlich“

Das bedeutet es: Habe ich zum ersten Mal gelesen.

 

Das wird geschrieben: „Dieses Beispiel, um nur eines zu nennen, …“

Das bedeutet es: Ich habe nur dieses Beispiel.

 

Das wird geschrieben: „Die in dieser Arbeit zu überprüfende Hypothese.“

Das bedeutet es: Das Ergebnis der Arbeit, das ich schon kenne.

 

Das wird geschrieben: „Das Standardwerk zum Thema.“

Das bedeutet es: Mein Thema ist so abwegig, dass es nur ein einziges Buch dazu gibt.

 

Das wird geschrieben: „Experimentell verifizierte Resultate.“

Das bedeutet es: Wir haben solange rumprobiert, bis das rauskam.

 

Das wird geschrieben: „Ich bediene mich einer hermeneutischen Methodik.“

Das bedeutet es: Was ich behaupte, lässt sich nicht überprüfen.

 

Das wird geschrieben: „Die zugrundeliegenden Werte wurden approximativ aus dem Datenbestand extrapoliert.“

Das bedeutet es: Ich habe sie erfunden.

 

Das wird geschrieben: „Die Datenmenge wurde bewusst eingegrenzt, weil nicht alle Indikatoren für die Fragestellung relevant waren.“

Das bedeutet es: Die Zahlen, die mir vorliegen, stützen meine These nicht. Ich benutze deshalb nur, was passt.

 

Das wird geschrieben: „Die Pubkilationen von Trockenbrodt zum Gegenstand zu berücksichtigen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.“

Das bedeutet es: Die 18 Seiten, die verlangt waren, sind jetzt voll.

 

Das wird geschrieben: „In diesem Bereich besteht dringend weiterer Forschungsbedarf“

Das bedeutet es: Mit dem, was ich herausgefunden habe, kann nämlich niemand etwas anfangen.

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