Günstig Reisen

Studenten sind ja bekanntlich immer knapp bei Kasse. Nichtsdestotrotz wollen sie die ganze Welt sehen und viele von ihnen posten Bilder von den schönsten Orten der Welt. Wie also schaffen es diese Auserwählten, trotz knappem Budget um die ganze Welt zu tingeln?
Sie befolgen ein paar Grundregeln beim Buchen ihrer Reisen um viel Urlaub für wenig Geld zu haben. Diese Regeln werde ich euch im folgenden vorstellen, damit auch ihr eure Semesterferien am Strand auf Hawaii verbringen könnt und nicht wieder zum Wandern nach Österreich fahren müsst.

1. Flexibel sein

Wer spontan ist und nicht an ein bestimmtes Reisedatum gebunden, kann unglaublich viel Geld sparen. Schnäppchen-Portale wie Urlaubsguru, Urlaubspiraten oder Travelzoo vermitteln Gutscheine und komplette Reisen zu teils unglaublich günstigen Preisen. Da findet man schon mal eine Kreuzfahrt für unter 200 Euro in die Karibik oder eine 16-tägige Reise nach Florida für knapp 408 Euro – inklusive Flügen und Mietwagen. Über eine App bekommt man die neuesten Schnäppchen als Push-Nachricht – und kann bei Bedarf sofort zuschlagen.

2. Im Ausland arbeiten

Wer keinen Puffer für den Urlaub angespart hat, muss trotzdem nicht zu Hause bleiben. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr für ein paar Wochen oder Monate im Ausland Geld dazuverdient und euch dadurch euren Aufenthalt finanziert? Zum Beispiel als Englisch- oder Deutsch-Lehrer, als Au Pair, Animateur, Reiseführer, Barkeeper oder Hostel-Mitarbeiter.
Der einfachste Weg, im Ausland zu arbeiten, ist ein Work & Travel-Visum. Damit können Traveller unter 35 Jahren bis zu zwölf Monate in einem anderen Land leben und sich durch Kurzzeitjobs finanzieren. Deutschland hat mit verschiedenen Ländern entsprechende Work & Travel-Abkommen getroffen; zu den beliebtesten Zielen zählen Australien, Neuseeland und Kanada. Für die USA gibt’s eine gesonderte Genehmigung, das sogenannte J1-Visum.
Der Vorteil von Auslandsjobs: Man lernt Land und Leute viel besser kennen als bei einer normalen Urlaubsreise. Und verbessert ganz nebenbei seine Sprachkenntnisse.

3. Wwoofing

Ziegen melken an der Neiße, Mangos ernten in Thailand, Pferde pflegen in Südafrika: Wer von richtigem Landurlaub träumt, sollte „WWOOFing“ ausprobieren – für Kost und Logis auf Farmen in aller Welt arbeiten. Die Abkürzung steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“ und dahinter steht ein einfaches Prinzip: Freiwillige helfen auf ökologischen Bauernhöfen und bekommen dafür Übernachtung und Verpflegung gratis.

4. Flüge umsonst bekommen

Um so viele Meilen abzusahnen, dass ein Freiflug dabei rausspringt, muss man nicht unbedingt Geschäftsreisender sein. Viele Airlines bieten Extrameilen bei Sonderaktionen, zum Beispiel für den Abschluss von Versicherungen oder eines Zeitungs-Probe-Abos, für das Eröffnen eines Bankkontos oder wenn man den Telefonanbieter wechselt. Auch über Kooperationen der Vielfliegerprogramme mit verschiedenen Onlineshops kommt man an Bonusmeilen. Das Lufthansa-Programm Miles & More ist zum Beispiel mit dem Bonusprogramm Payback verknüpft – statt Punkten können sich Nutzer für Meilen entscheiden. Auf speziellen Websites wie dem Vielfliegerforum oder dem Vielfliegertreff tauschen sich User über die neuesten Meilen-Aktionen aus.

5. Housesitting

In einer Luxusvilla wohnen und keinen Cent dafür zahlen? Werdet einfach Housesitter und kümmert euch um Häuser oder Wohnungen, deren Eigentümer gerade verreist sind. Dafür registriert man sich zum Beispiel bei „House Carers“ oder „Mind my House“ und kann sich dort auf entsprechende Gesuche bewerben oder sich selbst als Housesitter anbieten.

6. Error Fares

Noch nie von den Dingern gehört? Error Fares sind schlicht und einfach Preisfehler. Die Anbieter haben sich zum Beispiel beim Eintippen des Preises vertan und statt 440 Euro, 44 Euro eingegeben. Klingt absurd, passiert aber tatsächlich immer wieder. Die Sensations-Angebote findet ihr unter dem Hashtag #errorfare auf Twitter.
Die wichtigste Regel dabei: Wenn ihr so ein Angebot findet, fragt auf keinen Fall beim Anbieter nach. Oft haben die den Fehler nämlich noch gar nicht bemerkt. Auch ganz wichtig: Wartet, bis der Flug bestätigt wurde, bevor ihr Unterkunft und Mietwagen dazu bucht. Es kann nämlich immer noch passieren, dass dem Anbieter der Fehler auffällt und er das Ganze cancelt. Dann wird euch aus Kulanz aber oft trotzdem noch ein verhältnismäßig günstiger Flug angeboten.

7. Wählt das richtige Hotelzimmer

Erkundigt euch, ob es ein Eckzimmer gibt. Diese Zimmer zählen mitunter zu den geräumigsten im Hotel und haben nicht selten auch mehr Fenster. Zusätzlich sind sie durch ihre Lage häufig geräuschärmer.
Wer erst möglichst spät eincheckt, hat die Chance auf eine bessere Zimmerkategorie. Die nachgefragten Standardzimmer sind normalerweise schon früher vergeben.

8. Billig buchen beim Discounter

Ob ALDI, Lidl, Plus oder Penny – Discounter bieten zwar nur eine sehr begrenzte Auswahl an Reisen, diese aber oft sehr günstig. Nachteile können die relativ geringe Auswahl an Reiseterminen und die eingeschränkten Variationsmöglichkeiten bei der Zusammenstellung der Reise sein.

9. Glückshotels

Bei einer Glückshotel-Reise erfolgt die Unterbringung in einem Hotel der ausgewählten oder einer höherwertigen Kategorie in der beschriebenen Urlaubsregion. Den Namen des Hotels erfährt der Gast aber erst bei Ankunft am Zielflughafen. Da die Zuordnung durch den Veranstalter kurzfristig erfolgt, wird das Hotel zu einem bedeutend günstigeren Preis angeboten.

10. Hotelzimmer ersteigern

Der besondere Kick für Schnäppchenjäger: Hotelzimmer bei ebay ersteigern. Vor allem Wochenend-Arrangements kommen dort unter den Hammer und werden in Form von Gutscheinen versteigert.

11. Fotos online entwickeln

Selbst nach der Reise kann man noch sparen: Fotos online entwickeln ist meist billiger. Auch Fotobücher und Kalender können mit kostenlosen Programmen aus dem Internet einfach und preiswert selbst gestaltet werden.

Wie ihr sehr gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, für kleines Geld in den Urlaub zu gehen. Und den haben wir uns nach den Klausuren auch redlich verdient.
Also zögert nicht lange, sondern nutzt die Zeit bis die Vorlesungen wieder beginnen und gönnt euch eine Auszeit.

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